Freunde Djibos

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Geretsried-Gelting, den  30. Juni 2005

 

 

Rundbrief 01 an alle Mitglieder:

Resümee der  20 – Jahr – Feier

 

Liebe Freunde Djibos,

 

die 20 – Jahr – Feier war ein überaus gut gelungenes Fest. So sprechen nicht nur wir Mitglieder, die aktiv dabei waren, untereinander, sondern wir haben dieses auch schriftliche und mündliche in den letzten zwei Wochen von vielen Besuchern gehört.

 

Es begann in der Geltinger Kirche mit einem etwas ungewöhnlichen ökumenischen Gottesdienst mit Trommlerinnen-Gruppe und dem Geltinger Gospelchor. Bei diesem Gottesdienst, bei dem alle Kirchenbänke gefüllt waren, stimmte der überaus sympathische Pater Emanuel Sawadogo aus Burkina Faso die Besucher auf die kommenden Stunden zum Festakt ein.

 

Beim  Festakt im Kindergartensaal waren über 130 Gäste anwesend, darunter der Landrat, die Bürgermeisterin, Stadträte und zwei Vertreter der burkinischen Botschaft aus Berlin. Außerdem konnten wir die Vorstände aller Geltinger Vereine begrüßen. Für den musikalischen Rahmen sorgte ein jugendliches Streichquartett der Geretsrieder Musikschule. Nach dem 1 ½  - stündlichem offiziellen Teil waren alle Besucher bei einem  vorzüglich angerichteten Buffet und Prosecco in richtiger „Plauderlaune“, die sich bis nach 23 Uhr hinzog.  

 

Am darauf folgenden Sonntag war unser Afrikafest ein richtiger Magnet für Besucher. In der Turnhalle, die in einem ganz anderen Outfit aufgemacht war, sorge eine afrikanische Trommlerband für hervorragende Stimmung. Der Märchenerzähler hatte immer ein volles Zelt. Bei den „Zöpfe – Flechterinnen“ war konstant eine Warteschlange. Afrikanische Spiele brachten Jung und Alt viel Spaß. Wie jedes Mal reizte das Afrika-Puzzle das Wissen unter Beweis zu stellen. Die Modenschau am Nachmittag brachte den Models viel Applaus. Ja und das afrikanische Essen, es schmeckte. Warum wären sonst über 300 Portionen vertilgt worden (mehr als zu den Basaren). Die Kuchentheke musste nachmittags schnell mal durch einige Torten aus der Tiefkühltruhe aufgestockt werden. Während der Mittagszeit reichten kurzzeitig die vorhandenen regulären 96 Sitzplätze nicht mehr aus und mussten durch Notsitze ergänzt werden. Zur  Information über unsere Arbeit in den 20 Jahren waren 18 Info-Tafeln aufgestellt und im Filmraum konnte man sich durch Filme und PC-Shows mit Diskussion über unsere Arbeit und das Land Burkina Faso informieren.

 

Alles zusammengefasst, ein wirklich gelungenes Fest, dank der vielen Köpfe und Hände, die mitgearbeitet haben.

 

Ich danke Euch allen für Euere Arbeit, vor, bei und nach diesem Fest – jede/r hat an ihrem/seinem Platz  den größtmöglichen Einsatz gegeben. Ohne Euch hätte alles nicht geklappt  Nochmals vielen Dank!

 

So ein Fest hat auch seine finanziellen Hintergründe. Wir haben inzwischen Bilanz gezogen:

Wir haben bei unserem Fest einen Überschuss von 801 €  erwirtschaftet, den wir unseren Projekten zurechnen, ohne die in der letzten Hauptversammlung für die 20 - Jahr - Feier genehmigte Rück-stellung von  3 500 € anzutasten.

 

Zum Abschluss noch eine nette Begebenheit:

Wir hatten am Freitag vor dem Fest die Botschaftsvertreter zu uns zum Abendessen geladen. Als Besonderheit hatten wir Fleischfondue angeboten.

Als die Herren am Tisch Platz genommen hatten, war einer der beiden zuerst irritiert. Ein Afrikaner ist gewohnt, dass ein Mahl serviert wird und nicht, dass der Gast sein Essen selbst zubereitet. Er meinte auch, es sei schon sonderbar, dass ein Gast zum Essen arbeiten muss. Der andere Gast kannte diese  Prozedur bereits. Notgedrungen hatte er dann das Spiel mitgemacht und fand dann doch im Laufe des Abends Gefallen an dieser Essensweise, die sich bis 11:30 Uhr hinzog.

Vor einigen Tagen erhielten wir einen Anruf aus der Botschaft, wir sollten  unserem Gast erklären wie man den Spiritusbrenner handhabt, da er sich für seine Familie eine Fondue -Garnitur gekauft habe.

 

 

Nochmals recht herzlichen Dank, bis auf bald

 

Euere

 

Irmgard Hurnaus