| Allgemeine Situation im Land
Der Nordwesten Burkina Fasos (unser Wirkungsgebiet) hat sich nach der Heuschreckenplage
im Herbst 2004 wieder einigermaßen erholt. Dank der Hilfe von außen - auch wir
haben 8000 EUR beigesteuert - konnten die Bevölkerung überleben und mit neuem
Mut im Jahr 2005 ihre Felder bestellen. Sie wurden im Herbst mit einer guten Ernte
belohnt. 
Bankschalter
der Handwerkerbank Handwerkerprojekt
Das Handwerkerprojekt musste 2005 eine langsamere Gangart einlegen. Ausgehend
von der Heuschreckenplage Ende 2004, hatten die Landwirte wenig Geld, um die Handwerker
stark in Anspruch zu nehmen. Somit fehlte eine bedeutende Kundengruppe. Inzwischen
sind jedoch diese Schwierigkeiten überwunden. Die gesamte Handwerkerorganisation
hat sich weiter gefestigt und ist zu einer stabilen Institution geworden. Um einen
zentralen Versammlungsort zu schaffen, hat eine amerikanische Hilfsorganisation
ein Tagungs- und Sitzungshaus errichtet. Die in dieses Projekt integrierte Handwerkerbank
hat inzwischen drei Filialen. Andere Organisationen wickeln bereits ihre Geschäfte
über diese Bank ab. Auch der österreichische Staat läßt einen Teil der Entwicklungshilfegelder
darüber laufen. Die Handwerker selbst sind inzwischen zu "Ständen" zusammengefaßt
worden, wie z.B. Stand der Metallhandwerker, Stand der Weber und Schneider, Stand
der Töpfer und Mauerer usw. (ähnlich wie früher unsere Zünfte). 
Schneiderwerkstätte Mädchenausbildung
Die Mädchenausbildung läuft nach wie vor sehr gut. Derzeit bezahlen wir für 11
Schülerinnen Schulgeld und Unterhalt. Sie werden in unterschiedliche Richtungen
ausgebildet, wie Näherinen, Kunsthandwerkerinnen, Sekretärinnen usw. Diese Ausbildung
hat inzwischen einen großen Bekanntheitsgrad und einen besonders guten Ruf erreicht.
Wenn früher vor allem Väter überzeugt werden mußten, ihre Töchter dort ausbilden
zu lassen, so kommen inzwischen viele Eltern mit der Bitte, ihren Nachwuchs dort
unterzubringen. Ende des Jahres 2005 hat unser Partner Frère Jacques Fellmann
eine Aufstellung über den Werdegang ehemaliger Schulabgängerinnen geliefert. Darunter
finden sich viele, die zusammen oder einzeln Nähereien ("Haute Couture") gegründet
haben, andere haben ein Restaurant eröffnet, wieder andere eine Zusatzausbildung
als Hebamme begonnen, eine hat ein französisches Sekretärinnen Diplom abgelegt
usw. Auf jeden Fall haben alle Schulabgängerinnen gelernt, aktiv ihr Leben selbst
in die Hand zu nehmen.  Seifenherstellung Schulreparaturen
Nachdem wir 2005 in einer Aktion in allen von uns errichteten Schulgebäuden durch
verschiedene Handwerker und durch Hilfsleistungen der jeweiligen Dorfbevölkerung
alle notwendigen Reparaturen durchgeführt haben, werden wir 2006 in einer weiteren
Aktion viele Schulen renovieren lassen, die zwar von anderen Organisationen errichtet
wurden, für die sich aber heute keiner mehr zuständig fühlt. Derzeit laufen Erhebungen
in dieser Richtung vor Ort. 
Wasserversorgung
Alle 10 von uns finanzierten Tiefbrunnen sind nach wie vor in Betrieb. Kleinere
Reparaturen, die notwendig wurden, haben entweder die Dorfbewohner aus dem einbehaltenen
Wassergeld selbst erledigt oder wurden - bei größeren Problemen - von uns veranlaßt.
Das Eselprojekt (Eselgespanne zum Wassertransport, siehe auch die Seite "Bisherige
Projektarbeit") ist 2005 erfolgreich mit 15 Eselgespannen abgeschlossen worden.
Ob ein weiteres Projekt folgt, hängt von der Finanzierung und der Realisierbarkeit
vor Ort ab. Personelles Unser langjähriger
Partner in Djibo Frère Jacques Fellmann verläßt aus Gesundheits- und Altersgründen
Burkina Faso und geht in seine schweizerische Heimat zurück. Wenn wir dies auch
sehr bedauern, so haben wir doch Verständnis dafür. Wir danken ihm auch hier über
unsere Homepage für den immer zuverlässigen und unermüdlichen Einsatz während
seiner Tätigkeit für uns. Vieles hätte ohne ihn nicht so reibungslos funktioniert.
Wir begrüßen bei der Gelegenheit unsere neue Partnerin Honorine
Marie Nina BAZIOMO. Sie ist eine 26 jährige Burkinabée mit einem abgeschlossenen
Sekretärinnen-Diplom. Frère Jacques Fellmann führte sie in die Aufgaben ein. Das
sind: Die Betreuung der Mädchenausbildung, Unterstützung von Mädchen nach dem
Schulabschluss bei der Existenzgründung, Organisation von Kleinprojekten (z.B.
Eselgespanne für Wassertransport) und Erhebung des Reparaturbedarfs bei früheren
Projekten. Großprojekte 
Neues
Ausbildungszentrum in Gourcy Für Großprojekte wie Handwerkerorganisation
samt Ausbildungszentrum, Brunnen- und Schulhausbau wollen wir weiterhin unseren
Kooperationspartner, die Entwicklungswerkstatt
Austria (EWA) in Hallein/Salzburg, mit dem Verantwortlichen vor Ort, Monsieur
Saidou PAFADNAM, einschalten. Protokoll
der Hauptversammlung 2010 Protokoll
der Hauptversammlung 2009 Protokoll
der Hauptversammlung 2008 Protokoll
der Hauptversammlung 2007
Protokoll der
Hauptversammlung 2006 Protokoll
der Hauptversammlung 2005 |